Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
In Deutschland ab 49 € versandkostenfrei · Von Reitern für Reiter – persönliche Beratung

Mein Pferd lahmt nach dem Springen – was jetzt?
Pferdegesundheit & Pflege

Mein Pferd lahmt nach dem Springen – was jetzt?

03.11.2026 · Redaktion Cavallo Vero

KI-generiertes Beispielbild — kann von der Realität abweichen.

Der letzte Oxer war sauber, die Landung auch. Und trotzdem geht dein Pferd beim Durchparieren plötzlich ungleich. Dieses Gefühl kennt fast jeder, der springt. Wichtig ist jetzt vor allem eins: ruhig bleiben und der Reihe nach vorgehen.

Eine Lahmheit nach dem Springen kann harmlos sein, etwa ein verlorenes Eisen oder ein Stein im Huf. Sie kann aber auch auf eine Verletzung an Sehne, Gelenk oder Huf hindeuten. Was genau dahintersteckt, kann nur dein Tierarzt sagen. Du kannst aber viel dafür tun, dass er schnell ein klares Bild bekommt und dein Pferd bis dahin geschont wird.

Die ersten Minuten: absteigen und hinschauen

Sobald du merkst, dass etwas nicht stimmt, steigst du ab. Weiterreiten, um zu sehen, ob es sich einläuft, ist keine gute Idee. Wenn eine Struktur verletzt ist, kann jede weitere Runde den Schaden vergrößern.

Führ dein Pferd ruhig an einen ebenen Platz und nimm Sattel und Gamaschen ab. Dann schaust du es dir in Ruhe an: Wie steht es? Entlastet es ein Bein, stellt es einen Huf nur auf die Spitze, tritt es unruhig hin und her?

Danach kommen die Hufe dran. Ein eingetretener Stein, ein verbogenes oder verlorenes Eisen oder ein Nagel in der Sohle sind häufige und schnell erkennbare Gründe. Ziehe Fremdkörper, die tief in der Sohle stecken, nicht selbst heraus. Der Tierarzt muss sehen, wo und wie tief sie sitzen.

Schreib dir kurz auf, was passiert ist: welcher Sprung, welcher Boden, ob dein Pferd gestolpert oder angeschlagen ist. Solche Details wirken nebensächlich, helfen später aber sehr.

Beine abtasten, ohne zu drücken

pferd lahmt nach springen: Detailaufnahme Kronrand und Hufkontrolle, Hände tasten Huf abKI-generiertes Beispielbild — kann von der Realität abweichen.

Fahr mit der flachen Hand an beiden Vorderbeinen und beiden Hinterbeinen entlang, von oben bis zum Kronrand. Vergleiche immer links und rechts. Du achtest auf drei Dinge: Ist eine Stelle wärmer als auf der anderen Seite? Ist etwas dicker oder geschwollen? Zuckt dein Pferd an einer Stelle weg?

Am Fesselkopf kannst du seitlich die Pulsader fühlen. Pocht sie an einem Bein deutlich stärker als am anderen, kann das auf ein Problem im Huf hinweisen. Das ist kein Befund, aber eine wichtige Beobachtung für den Tierarzt.

Drück nicht fest auf schmerzhafte Stellen und biege keine Gelenke, um zu testen, ob es wehtut. Solche Proben gehören in die Hände des Tierarztes. Wenn du magst, mach Fotos von auffälligen Stellen und ein kurzes Video, in dem jemand dein Pferd im Schritt geradeaus von dir weg und auf dich zu führt.

Wann der Tierarzt sofort kommen sollte

Ruf sofort an, wenn dein Pferd ein Bein kaum oder gar nicht belastet, wenn eine Schwellung schnell zunimmt, wenn du eine offene Wunde in Gelenknähe siehst oder wenn dein Pferd stark schwitzt, zittert oder sich hinlegen will. Auch eine deutliche Lahmheit, die nach ein paar Minuten Schritt nicht besser wird, ist ein Grund für einen Anruf noch am selben Tag.

Ist die Lahmheit nur leicht und findest du nichts Auffälliges, sprich trotzdem mit deinem Tierarzt. Er entscheidet, ob er vorbeikommt oder ob du dein Pferd erst einmal beobachten sollst.

Für das Gespräch helfen ihm diese Angaben:

  • wann und bei welchem Sprung es passiert ist
  • welches Bein betroffen scheint
  • ob du Wärme, Schwellung oder eine Wunde gefunden hast
  • ob dein Pferd frisst und sich normal verhält

Bis der Tierarzt da ist

pferd lahmt nach springen: Pferd in Box mit Cavallo Vero Rotlicht-Gamasche am Bein, warme rote Lichtintensität sichtbarKI-generiertes Beispielbild — kann von der Realität abweichen.

Stell dein Pferd in eine ruhige Box oder einen kleinen, ebenen Paddock ohne Stolperfallen. Kein Longieren, kein Laufband, kein Herumtoben mit Kumpels auf der Weide.

Kühlen ist bei frischer Wärme oft sinnvoll, sprich das aber kurz mit deinem Tierarzt ab. Wenn du kühlst, dann mit kaltem Wasser oder einer Kühlgamasche und mit Pausen. Eis gehört nie direkt auf die Haut. Mehr dazu, wann Kälte und wann Wärme passt, liest du in unserem Beitrag Wärme oder Kälte beim Pferd.

Gib keine Schmerzmittel auf eigene Faust und lege keine festen Verbände an. Beides kann die Untersuchung verfälschen. Und auch wenn es schwerfällt: Wärmende Salben oder Rotlicht haben bei einer frischen, unklaren Lahmheit nichts zu suchen.

Die Zeit danach: geduldig wieder aufbauen

Wie es weitergeht, hängt ganz davon ab, was der Tierarzt findet. Eine Prellung braucht oft nur ein paar Tage Ruhe, eine Sehnenverletzung dagegen viele Wochen und einen genauen Plan. Halte dich an diesen Plan, auch wenn dein Pferd früher wieder fit wirkt. Wie so ein Verlauf bei Sehnen aussehen kann, erklärt unser Ratgeber Sehnenschaden beim Pferd.

In vielen Plänen steht am Anfang Schrittführen auf festem, ebenem Boden. Die Minuten werden langsam mehr, später kommt Trab dazu. Ein kleines Notizbuch, in dem du Dauer, Boden und das Bein am nächsten Morgen festhältst, hilft dir und deinem Tierarzt, den Überblick zu behalten.

Wenn dein Tierarzt oder Physiotherapeut einverstanden ist, nutzen viele Reiter in dieser Phase begleitend Rotlicht. Eine Rotlicht-Gamasche lässt sich gut in die Ruhetage einbauen, zum Beispiel nach dem Schrittführen in der Stallgasse. Sie ersetzt keine Behandlung, kann aber eine angenehme Ergänzung sein. Für Vorder- oder Hinterbein gibt es den Profi Rotlicht-Stiefel mit Pulsmodus.

Und für die Zukunft: Gründliches Aufwärmen, ein guter Boden und regelmäßige Hufpflege senken das Risiko spürbar. Welche Fehler beim Aufwärmen besonders oft passieren, liest du in Die 10 häufigsten Fehler beim Aufwärmen.

Häufige Fragen

Darf ich mein lahmes Pferd im Schritt weiterreiten?

Nein. Solange nicht klar ist, woher die Lahmheit kommt, solltest du absteigen und dein Pferd schonen. Ob und wann Bewegung wieder sinnvoll ist, entscheidet dein Tierarzt.

Mein Pferd lahmt nur leicht und am nächsten Tag ist es weg. Muss ich trotzdem etwas tun?

Beobachte die Beine in den nächsten Tagen täglich auf Wärme und Schwellung. Kommt die Lahmheit wieder oder bleibt eine Stelle warm, lass es abklären. Kleine Sehnenprobleme zeigen sich manchmal erst mit Verzögerung.

Hilft Rotlicht bei einer frischen Lahmheit?

Bei einer frischen, unklaren Lahmheit solltest du kein Rotlicht verwenden. Erst wenn der Tierarzt die Ursache kennt und einverstanden ist, kann Rotlicht begleitend in der Ruhe- und Aufbauphase eingesetzt werden.

Wie lange dauert es, bis mein Pferd wieder springen darf?

Das hängt komplett von der Diagnose ab und reicht von wenigen Tagen bis zu vielen Monaten. Plane den Wiedereinstieg zusammen mit deinem Tierarzt und steigere die Belastung langsam.

Fazit

Eine Lahmheit nach dem Springen ist kein Grund zur Panik, aber immer ein Grund, genau hinzusehen. Absteigen, Hufe und Beine prüfen, aufschreiben, was passiert ist, und den Tierarzt fragen: Mit dieser Reihenfolge machst du schon sehr viel richtig. Den Rest bestimmt die Diagnose. Und wenn dein Pferd wieder aufgebaut wird, darf es dabei ruhig ein bisschen Wohlfühlprogramm bekommen.

Passende Produkte

Infrarot-Pad Pferd 660/850 nm, kabellos – Ansicht 1
Infrarot-Pad Pferd – 660nm & 850nm – Kabellos, Gelenke/Bein - Größe: 37cm x 31cm

Regulärer Preis: 189,99 €
Infrarot-Hufglocke Pferd 660/850 nm kabellos – Ansicht 1
Infrarot-Hufglocke Pferd – 660nm & 850nm – Kabellos, Huf - 56cm x 9cm

Regulärer Preis: 129,99 €
Infrarot-Gamasche Pferd 660/850 nm kabellos – Ansicht 1
Infrarot-Gamasche Pferd – 660nm & 850nm – Kabellos, Puls, Huf/Bein – Größe: 57cm x 25,5cm

Regulärer Preis: 199,99 €

← Zurück zur Übersicht